Unsere Projekte

Furcela-de-Sasloch-Klettersteig
Langkofelgruppe – Dolomiten – Südtirol – Italien

Fertigstellung: September 2021

Planung, Projektmanagement und Bau: Via Ferrata Experts

Route designed by Ivo Rabanser und Josef Hilpold.

Der Felssporn unterhalb der Langkofelscharte, der in einer grandiosen Umgebung im Herzen der Langkofelgruppe liegt, wurde schon 2019 von den Grödner Bergführern Ivo Rabanser und Armin Senoner ausgekundschaftet. Ivo kletterte die Route frei, um dann den ungefähren Verlauf des Klettersteiges mit Seilen versichern zu können. Leider verfiel eine bereits erteilte Genehmigung des Grundbesitzers, der Landesdomäne Südtirol. Im Februar 2021 wurde unser Unternehmen kontaktiert und damit beauftragt, die Verhandlungen für eine erneute Genehmigung aufzugreifen. Nach fast sechs Monaten wurden diese erfolgreich abgeschlossen. Alle Auflagen waren erfüllt und der Tourismusverein Wolkenstein, Auftraggeber des Projektes, erhielt die Genehmigung, den Klettersteig zu bauen.

Am 13. September wurde mit dem Bau begonnen, nachdem die Firma Elikos aus dem Grödental 1.500 kg Material auf die Langkofelscharte geflogen hatte. Die Logistik war verhältnismäßig einfach; drei Männer des Bauteams waren auf der Toni-Demetz-Hütte in unmittelbarer Nähe des Felssporns, an dem der Klettersteig verläuft, untergebracht.

Mit der Kabinenbahn war das Tal bequem zu erreichen, Ivo Rabanser, Bergführer aus dem Grödental und jüngstes Mitglied im Unternehmen, konnte so am Morgen mühelos die Baustelle erreichen. In knapp zwei Wochen war der Steig fertiggestellt. Aus der Ferne betrachtet wirkt der Felssporn eher bescheiden, doch hat der Furcela de Saslonch-Klettersteig viele steile Aufschwünge. Die überhängenden Passagen wurden alle durch Tritthilfen entschärft. Am Klettersteig wurden 500 Meter Stahlseil verbaut, um in einer phantastischen Umgebung einen exponierten, modernen und einfach zu erreichenden Klettersteig entstehen zu lassen.

Ziel-Klettersteig 
Texelgruppe – Gingglegg – Südtirol – Italien

Fertigstellung: September 2020

Planung, Projektmanagement und Bau: Via Ferrata Experts 

Route designed by Josef Hilpold

 

Auftraggeber war die Texelbahn-AG, die eine Seilbahn von Partschins nach Gigglberg betreibt. Die Bauzeit betrug 16 Tage, wobei zum Teil bis zu vier Spezialisten im Einsatz waren.

Am Klettersteig selbst, der in zwei Abschnitte unterteilt ist, wurden 500 Meter Stahlseil verbaut. Der untere Teil des Anstiegs, der in unmittelbarer Nähe des Nasereit-Wasserfalles hinauf zum Zielbach führt und Schwierigkeiten bis zum Grad B aufweist, eignet sich auch für Familien mit kletterfreudigen Kindern. Der obere Teil des Klettersteiges ist oft sehr steil und ausgesetzt, eine gute Klettertechnik und viel Kraft in den Armen sind gefragt. Hier finden sich Schwierigkeiten bis zum Grad C. 

Der Zielbach kann mittels einer einfacher Zipline oder einer Seilbrücke überquert werden. Am Bach gibt es eine weitere, längere Zipline. So ergibt sich ein interessanter Erlebnisparcours für Familien, die nur den auf den einfacheren Teil der Route begehen möchten. Beim Bau der Brücken wurden Spezialverankerungen eingesetzt und zusätzliche 400 Meter Stahlseil verbaut. 

Im oberen, schwierigeren Teil des Klettersteiges wurden zusätzlich zwei Notausstiege geschaffen, über die man problemlos den Klettersteig verlassen und zurück zum Zielbach absteigen kann.

 

Die Anlieferung des Materials, insgesamt 2 Tonnen, wurde mit dem Hubschrauber bewältigt. Die Logistik gestaltete sich relativ einfach, da die nahegelegene Nasereit-Hütte, auf der das Team untergebracht war, das den Bau durchführte, mit dem Auto erreichbar ist. Wie immer erfolgten die Planung und die Beantragung sämtlicher Genehmigungen in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber. Wie wichtig eine gute Vorarbeit ist, hat sich bei diesem Projekt gezeigt. Der Klettersteig liegt im Naturpark Texelgruppe und der Alpenverein Südtirol hat nach Baubeginn alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Arbeiten einzustellen. Da alle erforderlichen Genehmigungen sowie ein geologisches und ein technisches Gutachten vorlagen, konnte der Bau trotz großem Medienwirbel erfolgreich beendet werden. 

Triumvirate-Via-Ferrata
Tordrillo Mountains – Unnamed Peak – Alaska – USA

Fertigstellung: Juni 2019

Planung, Projektmanagement und Bau: Via Ferrata Experts 

Route designed by Paul Vidalin - Luke Griffith

Aufgrund der Logistik war der Bau dieses Klettersteiges bis jetzt der aufwändigste. Sämtliches Material wurde aus Europa importiert, die Brückenverankerungen wurden eigens in Europa angefertigt. Triumvirate Via Ferrata ist der erste Klettersteig in Alaska und wahrscheinlich der erste Klettersteig in Nordamerika, der nach den neuen, verbindlichen EU-Normen von 2018 mit geprüftem Material gebaut wurde. Die Arbeiten wurden von einem US-amerikanischen Statiker überwacht, geprüft und abgenommen. Insgesamt wurden 500 Meter Stahlseil verbaut. Am Klettersteig gibt es zudem eine kurze und eine lange Einseilbrücke. Der Klettersteig selbst ist nur mit dem Hubschrauber von der Tordrillo Mountain Lodge, die 45 Flugminuten nördlich von Anchorage liegt, erreichbar. Sämtliches Material wurde mit Flugzeug und Hubschrauber zur Baustelle transportiert. Die Mannschaft, drei Bergführer und ein qualifizierter Maschinenschlosser, wohnte in einem Camp direkt unterhalb des kleinen Gipfels, die Arbeiten wurden in 16 Tagen abgeschlossen. Der Klettersteig Triumvirate Via Ferrata liegt in einem abgeschiedenen Berggebiet in einer atemberaubenden Umgebung; am kleinen Gipfel wird der Bergsteiger mit dem Hubschrauber abgeholt.

Sicherung der Hirzer-Scharte
Hirzer – Sarntaler Alpen – Südtirol – Italien

Fertigstellung Juli 2018

Planung und Bau: Via Ferrata Experts 

Route designed by Christjan Ladurner

Der Abstieg von der Hirzer-Scharte war lange Zeit der schwierigste Abschnitt des Fernwanderweges E5 und viele Wanderer stießen im felsigen Gelände an ihre Grenzen.

 

Im Auftrag des Tourismusvereins Schenna wurden 100 Meter Stahlseil gespannt und die vormals schwierige Schlüsselstelle komplett entschärft. Der Abschnitt kann nun von geübten Wanderern problemlos begangen werden. Drei Spezialisten haben mit Hubschrauberunterstützung zwei Tage lang am Projekt gearbeitet.

Klettersteig-Stuller Wasserfall
Moos in Passeier – Südtirol – Italien

Fertigstellung: Frühjahr 2018

Projektmanagement: Via Ferrata Experts 

Route designed by Erwin Mairginter

Insgesamt wurden 500 Meter Stahlseil verbaut. Schwierigkeitsgrade A bis E. Bauzeit zwei Monate, wobei ein Bergführer ohne Hubschraubereinsatz tätig war. Auftraggeber war die Gemeinde Moos.

Der Klettersteig „Stuller Wasserfall“ ist ein Aufstieg im mittleren Schwierigkeitsgrad mit einer sehr anspruchsvollen Variante im Mittelteil, die auch umgangen werden kann. Der steile und exponierte Aufstieg verläuft in einer atemberaubenden Umgebung in direkter Nähe des tosenden Wasserfalls. 342 Meter beträgt die Gesamthöhe des aus zwei Kaskaden bestehenden Stuller Wasserfalls, dem dritthöchsten Europas. Nach ungefähr zwei Dritteln des Weges besteht die Möglichkeit, den Aufstieg abzubrechen und über einen Fußweg entweder nach Stuls auf- oder nach Moos abzusteigen. Der letzte Abschnitt des Klettersteiges kann auch als eigenständige Tour von Stuls aus mit Zustieg über den besagten Fußweg begangen werden.

Klettersteig-Knott
Unterstell – Naturnser Sonnenberg – Südtirol – Italien

Fertigstellung: September 2016 und zusätzliche Route Juni 2018

Planung, Projektmanagement und Bau: Via Ferrata Experts 

Route designed by Christjan Ladurner

 

Übungs- und Familienklettersteig mit insgesamt fünf kurzen Routen sowie einer großen Zweiseil- und einer kürzeren Einseilbrücke, zwei Leitern und einem Steigbaum, den sogenannten Wirbel. Insgesamt wurden 600 Meter Stahlseil verbaut. Die Gesamtbauzeit betrug drei Wochen, wobei drei Spezialisten im Einsatz waren (zum Video). Schwierigkeitsgrade von B bis D. Der Klettersteig befindet sich in unmittelbarer Nähe der Unterstell-Seilbahn am Naturnser Sonnenberg in Südtirol, Norditalien. Auftraggeber war die Seilbahn Unterstell AG.

Der Übungs- und Familienklettersteig am Knott bietet für jeden Geschmack etwas: einfache Routen, schwierige Passagen, exponierte Wegstrecken und technische Abschnitte, zwei wunderbare Seilbrücken, einen Steigbaum, den sogenannten Wirbel, und zwei steile Leitern. Man kann üben und klettern, so viel und so lange man will, und das zu jeder Tageszeit, denn der Zustieg und der Abstieg sind kurz. Neulinge in dieser Sportart haben die Möglichkeit, sich an längere und schwierigere Routen heranzutasten. Auch für Familien mit Kindern ist es ein geeignetes Angebot, das Klettern auszuprobieren.

Heini-Holzer-Klettersteig

Ifinger – Sarntaler Alpen – Südtirol – Italien

Fertigstellung: Juni 2016

Projektmanagement: Via Ferrata Experts 

Route designed by Peter Vanzo

Klettersteig zur Schulter am Kleinen Ifinger oberhalb von Meran. Insgesamt sechs Wochen Bauarbeit für vier Bergführer mit Hubschrauberunterstützung. Auftraggeber war der Tourismusverein Schenna.

Der 500 Höhenmeter lange Aufstieg, der mit 1000 Metern Stahlseil optimal gesichert ist, weist mittlere Schwierigkeitsgrade (A – B – B/C) auf und ist deshalb auch für den weniger geübten Alpinisten oder für Familien mit geh- und kletterfreudigen Kindern geeignet. Für die Begehung des Klettersteiges sind ein früher Aufbruch, alpine Erfahrung sowie eine gute Gesamtkondition Grundvoraussetzung. Die Ausrichtung des Aufstieges nach Südwesten hin erlaubt die sehr frühe Begehung des Klettersteiges. Die Bergsaison reicht bis weit in den Spätherbst hinein. Für den versierten Bergsteiger wird der Heini-Holzer-Steig auch während vieler Wintermonate begehbar sein.